Dr. Luna – Gesundheit nach dem Mondkalender

Er beherrscht die Meere, entscheidet über Ergiebigkeit der Ernte, macht süchtig und raubt uns manchmal sogar den Schlaf. Warum sollte er dann nicht auch über unsere Gesundheit bestimmen? Der Mond hat Macht über unseren Körper. Hier steht, wie Sie diese für sich nutzen können

Obwohl wir ihn inzwischen sogar schon betreten haben, seine Größe, seine Beschaffenheit und noch vieles mehr erforscht haben, wissen wir längst nicht alles über ihn. Der Mond ist für den Menschen ein Buch mit sieben Siegeln – und noch mehr Mythen. Dabei ist sein Einfluss auf unser Leben deutlich zu spüren. Denn ebenso wie die Sonne, hat auch der Mond großen Einfluss auf das irdische Leben. Die Gezeiten der Meere sind hierfür wohl das bekannteste Beispiel; letztlich aber nur eines von vielen. Das nächtliche Himmelsgestirn nimmt nämlich trotz seiner Entfernung von rund 363.300 Kilometer mehr Einfluss auf die Natur als vielen bewusst ist. Alten Überlieferungen zu Folge sollen zum Beispiel Heilkräuter eine bessere Wirkung zeigen, wenn sie zu Vollmond geerntet werden. Auch die Qualität von Hölzern soll durch den Mond bestimmt werden. Die bayrische Forstordnung aus dem Jahr 1606 sah deshalb vor, dass Holz nur bei einem bestimmten Mondstand geschlagen werden durfte, nämlich bei abnehmendem Mond im Zeichen des Skorpions. Das mache das Holz besonders robust. Und tatsächlich: Die circa 300 Jahre alten Holzhäuser im bayrischen Freilichtmuseum Glentleiten sind bis heute erstaunlich gut erhalten.

Leben ist Zyklus

Als Schlussfolgerung dieser Naturphänomene ist es nur logisch, dass auch der Mensch als Teil der Natur nicht um Lunas Einfluss herum kommt. Der weibliche Menstruationszyklus ist ein typisches Beispiel. Die Periode der Frau weist nämlich erstaunliche Parallelen zum Zyklus des Mondes auf. Beiden Zyklen ist nicht nur gemein, dass sie eine Dauer von durchschnittlich 29,5 Tagen aufweisen, sie teilen sich außerdem beide in zwei Phasen: Eine Phase des Aufbaus bei zunehmendem Mond – in dieser Zeit wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut – und einer Zeit des abnehmenden Mondes – in dieser Zeit liegt die Menstruationsphase.

Wissenschafter teilen die These der Wechselwirkung zwischen Mond und Mensch, obschon die genauen Ursachen hierfür noch nicht erforscht sind. Der bisherige Erklärungsversuch der Forschung geht davon aus, dass der Mond Schwingungen abgibt, auf welche der Mensch reagiert. Der Körper ist nämlich bekanntermaßen ein Resonanzkörper, der auch andere natürliche Schwingungen wahrnimmt und darauf reagiert. So sind Geräusche und Töne letztlich auch nur Schallwellen, die unser Körper über das Sinnesorgan Ohr wahrnimmt und verarbeitet. Auch die Erdanziehung geschieht als Reaktion auf irdische Schwingungen, wenn auch unbewusst. Wissen tun wir letztlich nur eines: Wer sich die Kraft des Mondes bewusst macht, kann sich und seinen Körper mit dessen Schwingungen in Einklang bringen. Das Ergebnis: Man fühlt sich aktiver und gesünder. Wer die Kräfte des Mondes noch besser kennenlernen und vor allem nutzen will, sollte jedoch erst ein wenig mehr über den Mond erfahren.

Mondrhythmen: Ein himmlisches Konzept

Zunächst nehmen wir seine wandelbare Gestalt wahr. Der Mond verändert dabei sein Aussehen nicht von selbst, es handelt sich vielmehr um ein optisches Phänomen. Grund dafür ist, dass der Mond die Erde innerhalb eines Monats (übrigens, das Wort „Monat“ stammt vom Wort „Mond“ ab) umkreist und dabei unterschiedlich stark von der Sonne angestrahlt wird. Das, was wir als Leuchten wahrnehmen ist also tatsächlich nur eine Reflektion der Sonnenstrahlen. Weil der Mond ohne die Einstrahlung der Sonne nicht sichtbare wäre, wird er als Sinnbild für Emotionen und Gefühle verstanden, also die vordergründig nicht sichtbaren Seiten des Menschen. Überlieferungen zu Folge weckt der Mond sogar unsere Gefühle und Emotionen. Die Redewendung „Man reagiert launisch auf den (Voll-)Mond“ kommt also nicht von ungefähr. Weil Emotionen und Launen übrigens typischerweise als weibliche Eigenschaften angesehen werden, sagt man auch, dass der Mond für die feminine, also emotionale Seite des Menschen steht. Die Sonne verkörpert hingegen die männliche Seite, also Taten und Handlungen. Ganz verständlich also, wenn in vielen Kulturen der Mond einen weiblichen Artikel besitzt, etwa wie im italienischen „la luna“. Zu Deutsch müsste es also eigentlich „die Mondin“ oder „Madame Mond“ heißen.

Doch zurück zum theoretischen Teil. Der Mond umrundet die Erde innerhalb eines Monats und verändert dabei seine Gestalt. Durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung nimmt er dabei vier verschiedene Gestalten an, die Mondphasen: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond. In der Mondforschung geht man davon aus, dass diese verschiedenen Phasen unterschiedliche Schwingungen freisetzen und daher auch auf unterschiedliche Weise auf den Körper einwirken. Je mehr der Mensch im Einklang mit den verschiedenen Mondschwingungen ist, desto besser fühlt er sich. Lernen Sie also, die Besonderheiten der vier Mondphasen besser zu verstehen.

Neumond: Linie der Harmonie

Den Neumond erkennt man daran, dass man ihn nicht erkennt. Der Mond steht jetzt in einer Linie zwischen Erde und Sonne. Es wird also nur die Rückseite des Mondes beleuchtet. Die für uns sichtbare Seite bleibt dunkel und der Mond damit unsichtbar.

Mit dem Neumond beginnt ein neuer Zyklus der Mondphasen. Neumond steht daher sinnbildlich für Neubeginn – und zwar auch für den Menschen und dessen Gesundheit. Diese Mondphase sollte man für gesundheitliche Neubeginne nutzen. Besonders Entwöhnungen, Entgiftungen und Entschlackungen (z.B. das Rauchen) werden nun durch die Mondstellung positiv unterstützt. Auch für längerfristige Diäten fällt jetzt der Startschuss. In emotionaler Hinsicht fühlen Menschen sich zu Zeiten des Neumonds oft „aufgeräumter“ und sehen Dinge klarer. Astrologen erklären dies damit, dass das Bewusstsein (symbolisiert durch die Sonne) und die Emotionen (symbolisiert durch den Mond) auf einer Linie, also in Harmonie stehen. Nutzen Sie jetzt die Energie des neuen Mondes zur Beseitigung emotionaler Unklarheiten. Sie werden keinen besseren Zeitpunkt finden.

Kraft tanken bei zunehmendem Mond

Nach dem Neumond beginnt die Phase des zunehmenden Mondes. Man erkennt ihn an der nach links geöffneten Sichel. Auch in dieser Phase ist die Bedeutung des Mondes für den Körper durchaus wörtlich zu verstehen. Soll heißen: Die Zeit des zunehmenden Mondes ist ideal, um den Körper etwas zuzuführen. Der Körper ist jetzt empfänglich für Zugewinn. Zunahme- und Stärkungskuren (z.B. durch Ernährung) schlagen gut an. Auch für den Muskelzuwachs und -aufbau ist jetzt eine gute Zeit. Der Körper verwertet das ihm Zugeführte in dieser Phase besser als gewöhnlich; er stärkt sich und tankt auf. Im Umkehrschluss sind Diäten wenig sinnvoll, da der Körper die zugeführte Nahrung besser nutzt und speichert als sonst. Auch in seelischer Hinsicht können Sie jetzt aktiv werden. Stärken Sie sich mit Ritualen, die Ihnen Kraft geben, etwa Yoga oder Meditation. Der Mond wird Ihnen dabei helfen!

Vollmond: Konfliktreiche Zeiten

In der dritten Phase des Mondrhythmus wird der Mond dick und rund; es herrscht Vollmond. Sonne und Mond stehen sich hierbei genau gegenüber. Im übertragenen Sinne stehen damit auch Emotionen (Mond) und Verstand (Sonne) in Opposition. Die Folge liegt auf der Hand: Stimmungsschwankungen, Launenhaftigkeit und Schlaflosigkeit sind in dieser Zeit keine Seltenheit. Machen Sie aus der Not eine Tugend: Wenn der Mond schon inneren Zündstoff und Konflikte zu Tage bringt, nutzen Sie die Gelegenheit für eine bereinigende Klärungsphase.

Auch körperlich steht man zu Zeiten des Vollmondes oft unter Hochspannung. Viele Menschen sind jetzt anfällig für Migräne. Grund: Das Blut steigt durch die Anziehungskraft des Vollmondes nach oben und erzeugt im Kopf einen höheren Druck und damit Schmerzen. Aus demselben Grund sollte man bei Vollmond keine operativen Eingriffe vornehmen. Blutungen sind jetzt stärker als zu anderen Mondphasen. Oft steigt auch die Körpertemperatur höher als gewohnt. Wer zu Vollmondzeiten einen ordentlichen Energieüberschuss spürt, sollte sich durch Ausdauersport wieder ins Gleichgewicht bringen.

Abnehmender Mond: Zeit des Loslassens

Nachdem der Mond uns sein volles, kugelrundes Gesicht gezeigt hat, nimmt er schließlich wieder ab. Die Konsequenz für den Menschen ist nicht schwer zu erraten: Auch der Körper nimmt und baut ab, lässt los und scheidet aus. Entgiftungen und Entschlackungen werden nun vom nächtlichen Himmelskörper gut unterstützt. Wer etwas loswerden will – auch aus psychologischer Sicht – bekommt jetzt himmlische Unterstützung. Natürlich schlagen auch Diäten jetzt besonders gut an. Ferner eignet sich die Zeit des abnehmenden Mondes für Operationen, sofern diese planbar sind. Nach der „Zunahme-Phase“ ist der Körper nämlich seelisch und körperlich ausreichend gestärkt. Operationen, Verletzungen und Wunden können besser heilen.

Organe unter Mondeinfluss

Entscheidend für die Wirkung des Mondes auf unsere Gesundheit und unser seelisches Wohlergehen ist jedoch nicht nur die Frage nach seiner Gestalt, sondern auch, in welchem astrologischen Tierkreiszeichen er sich gerade befindet. Genau wie die Sonne passiert der Mond nämlich alle Zeichen des astrologischen Tierkreises. Der einzige Unterschied: Die Sonne benötigt dazu 365 Tage, der Mond nur einen Monat, also genau die Zeit seiner Erdumrundung. Für etwa zwei bis drei Tage steht er dann in einem der astrologischen Tierkreiszeichen. Sogenannte Mondkalender klären darüber auf, in welchen genau er sich zu welchem Zeitpunkt befindet.

Die Tierkreise sind insofern bedeutend, als jedem Zeichen eine bestimmte Körperregion zugeordnet ist. Tritt der Mond in das jeweilige Zeichen ein, werden die entsprechenden Organe bzw. Körperstellen angesprochen und sensibilisiert. Alles, was man für ihr Wohlergehen tut, wirkt in diesem Mondstand besonders positiv. Anders herum genauso: Alles, was die Körperregion, die gerade vom Mond beeinflusst wird, belastet, wirkt wesentlich strapaziöser und schädlicher als sonst. Wichtig: Operationen gelten unter diesem Betrachtungswinkel immer als Eingriff und damit als Belastung – auch wenn der Zweck ein sinnvoller ist. Organe, die gerade unter Mondeinfluss stehen, sollten daher nicht operiert werden – so rät es jedenfalls Doktor Luna. Letztlich liegt es ohnehin in Ihrer Hand. Wer sich um seinen Körper kümmert, wird mit Wohlgefühl und Gesundheit belohnt – egal zu welcher Zeit, zu welchem Mond oder zu welchem Tag. Tun Sie sich Gutes und Sie fühlen Gutes. Das Universum unterstützt Sie nur dabei!

Tierkreiszeichen und Ihre Bedeutung für unsere Organe

Die astrologischen Tierkreiszeichen geben nicht nur Auskunft über de n Charakter eines Menschen, sie symbolisieren auch verschiedene Regionen des Körpers. Lesen Sie selbst:

Widder: Er steht für den Kopf, das Gehirn und die Augen.

Stier: Ihm sind der Hals, der Nacken und die Mandeln zugeordnet.

Zwillinge: Die Schultern, die Arme und die Bronchien werden von diesem Zeichen regiert.

Krebs: Er symbolisiert die Brust, die Lunge und den Magen.

Löwe: Herz, Rücken und Blut stehen im Zeichen des Löwen.

Jungfrau: Mit diesem Zeichen werden die Nerven, die Verdauungsorgane und die Milz verbunden.

Waage: Hüfte, Niere und Blase stehen im Zeichen der Waage.

Skorpion: Er steht für die Geschlechtsorgane und die Prostata.

Schütze: Dieses Zeichen nimmt Einfluss auf die Venen.

Steinbock: Knochen und Gelenke werden vom Steinbock regiert.

Wassermann: Er steht für die Unterschenkel.

Fische: Sie bestimmen über die Füße und Zehen.

Der beste Friseurtermin

Neben der Gesundheit lässt sich auch die Schönheit vom Mond beeindrucken. So heißt es etwa, dass Frauen, die von einer lange Haarpracht träumen, für das Haarschneiden einen Tag mit zunehmenden Mond wählen sollten. Das fördere ein rascheres Nachwachsen. Auch für das Färben gilt der Mond als gute Phase, da in dieser Zeit die Farbe besser aufgenommen würde. Auch den Sternzeichen wird an den jeweiligen Tagen ein Einfluss zugeschrieben. Als idealer Zeitpunkt für gelungene und möglichst haarschonende Dauerwellen gelten etwa Jungfrauentage.

Bild: Shutterstock
Autor: Linda Freutel
Aus: Body&Mind, Ausgabe 4/2009