Gesundheit – Rezeptfreie Arzneimittel

Zeigen Sie Karies die Zähne

Ein sympathisches Lächeln sagt oft mehr als Worte — vor allem, wenn die Zähne makellos sind. Kaum jemand hat von Natur aus ein perfektes Gebiss. Doch zum Glück gibt es zur Erhaltung und Pflege unserer Beißer zahlreiche Hilfsmittel, die mit wenig Aufwand große Wirkung erzielen

Gründliche Reinigung ist das A und O der Zahnpflege. Zumindest morgens und abends sollten Sie Ihre Zähne gründlich putzen. Ob Sie eine elektrische Bürste oder das gute alte Handgerät bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen, so lange Sie die richtige Technik (alle Zahnflächen „von rot nach weiß“ mit leichtem Druck schrubben) haben und drei Minuten putzen. Für die Zahnzwischenräume empfiehlt sich Zahnseide (ACT Dental Floss Zahnseide, elmex Zahnseide gewachst oder ungewachst).

Fluorid für den Zahnschmelz

Beim Kauf der Zahnpasta sollten Sie sich nicht nur vom Geschmack leiten lassen — ihr wichtigster Wirkstoff ist Fluorid, das vor Karies schützt, indem es den Zahnschmelz vor Entkalkung bewahrt und widerstandsfähiger macht. Bis zu 0,15 Prozent Fluorid sind in handelsüblichen Produkten enthalten. Um die Zähne gegen bakterielle Angriffe zu wappnen, eignet sich eine Extraportion Fluorid, die einmal pro Woche zusätzlich angewendet wird. Das mit einer hohen Aminfluoridkonzentration von 1,25 Prozent ausgestattete elmex gelée empfehlen Zahnärzte: Das Gel überzieht die Zähne mit einer Schutzschicht, die für eine schnellere Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz sorgt. Wer bei der Mundhygiene auf Chemie verzichten will, hat bei den Zahncremes von WalaVita die Qual der Wahl zwischen einer salzig-zitronigen (WalaVita Citrisol) und einer klassisch minzigen (WalaVita Meliamint) Variante. Beide enthalten keine zugesetzten Fluoride.

Was tun, wenn's brennt?

Auch ein vorbildlich geputzter Mund ist nicht gefeit vor Entzündungen. So genannte Aphten sind schmerzhafte Bläschen auf der Mundschleimhaut. Sie können durch Eisenmangel, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und psychischen Stress entstehen. Zu Zahnfleischbluten kommt es nicht nur, wenn eine zu harte Zahnbürste benutzt wird, sie kann auch das Symptom einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) sein. Für eine Linderung der Schmerzen sorgen Medikamente mit Lidocain, das z.B. in Dynexan-Mundgel und Dentinox-Gel enthalten ist. Antimikrobiell, also entzündungshemmend, wirkt der in Chlorhexamed-Fluid enthaltene Wirkstoff Chlorhexidin. Mit Jod rückt das Betaisodona-Mund-Antiseptikum den Symptomen zu Leibe, und der in der Pyralvex-Lösung enthaltene Rhabarber-Extrakt wirkt mit der ebenso entzündungshemmenden wie schmerzlindernden Salicylsäure. Rein pflanzliche Helfer im Kampf gegen Bläschen & Co. sind Kamillosan-Mundspray und die Myrrhe-Tinktur Hetterich. Nelkenöl wirkt, unverdünnt und direkt auf die entzündeten Bereiche aufgebracht, antiseptisch. Auch Ringelblumen-Extrakt hilft (z.B. Mundspülungen mit verdünnter Calendula Essenz von Weleda).

Schmerz, lass nach!

Wer einmal eine schlaflose Nacht wegen eines durchbrechenden Weisheitszahnes oder einer entzündeten Zahnwurzel verbracht hat, weiß, wie nervtötend Zahnschmerzen sein können. Aber auch schon eine schlecht sitzende Füllung oder ein frei liegender Zahnhals können bohrende Pein verursachen. Vor dem unerlässlichen Besuch beim Zahnarzt können Schmerzmittel kurzfristig helfen, z.B. Paracetamol ratiopharm oder Ben-u-ron (beide als Tabletten, Zäpfchen oder Saft erhältlich). Der Wirkstoff Ibuprofen ist Hauptbestandteil der Zahnschmerz-Tabletten von Pfeil und Tispols IBU DO. Die geballte Kraft von Mutter Natur findet sich in Präparaten aus Nelke, Kamille, Salbei und Pfefferminz (z.B. Sedative Bombastus).

Wer Druckstellen durch Prothesen vermeiden will, kann vorbeugend Weleda-Zahnfleisch-Balsam ins Zahnfleisch einmassieren. Die darin enthaltenen Heilpflanzenauszüge aus Myrrhe und Salbei stärken die Mundschleimhaut und das Zahnfleisch.

Kauen statt putzen

Wenn Sie für die Mundpflege zwischendurch gerade keine Zahnbürste parat haben, essen Sie einen Apfel! Er enthält zwar auch Zucker, der den Zahnschmelz angreifen kann, muss jedoch — wie übrigens auch andere knackige Obst- und Gemüsesorten — gründlich gekaut werden. Das regt den Speichelfluss an und sorgt somit für einen Selbstreinigungseffekt. Sie mögen keine Äpfel? Sorgen Sie mit zuckerfreien Kaugummis (z.B. Odol med 3 Zahnpflegekaugummis oder Protect Mundhygiene Kaugummis mit Grüntee und Teebaumöl) für einen Schnell-Putz-Effekt. Und eine Bitte: Wer sein Zahnfleisch gesund erhalten möchte, erspart ihm besser Zahnstocher-Attacken.

Sabine Botte