Wellness-ABC

Manuelle Lymphdrainage

Von A wie Ayurveda bis Z wie Zen stellt Body&Mind Ihnen mit freundlicher Un-terstützung von Neckermann Care, die ganze Vielfalt der Wellnessanwendungen vor

Das Entstehen dieser speziellen Massage-Technik haben wir dem Dänen Dr. Emil Vodder und seiner Frau zu verdanken. Beide entwickelten die Manuelle Lymphdrainage in den 30er Jahren. Doch erst seit den 60er Jahren hat sich diese Massageform bei uns allgemein etabliert. Das erste Lehrbuch über dieses Verfahren ließ bis in die 70er Jahre auf sich warten. Seit 1974 kann die Manuelle Lymphdrainage über die Krankenkasse abgerechnet werden. Der Begriff Lymphdrainage bedeutet so viel wie Ab- und Weiterführung der Gewebsflüssigkeit über die Lymphgefäße. In Deutschland und Österreich ist die manuelle Lymphdrainage am weitesten verbreitet, in den USA ist sie hingegen noch relativ unbekannt.

Sanft, fein und unglaublich entspannend

Wie unterscheidet sich nun die Manuelle Lymphdrainage von der herkömmlichen Massage? Die angewandte Grifftechnik ist bedeutend feiner und sanfter. Mit minimalem Druck wird entlang der Lymphbahnen massiert. Langsam kreisende und vorsichtig pumpende Bewegungen der Hand und des Daumens regen dabei die Zirkulation der Lymphflüssigkeit im Organismus an. Lymphe wird aus Gewebeflüssigkeit gebildet, die sich in den Zwischenräumen der Zellen ansammelt. Ihre Aufgabe ist es zum einen, Abwehrzellen, die sogenannten Lymphozyten, und lebenswichtige Baustoffe an die Stellen im Körper, an denen sie benötigt werden, zu transportieren. Zum anderen werden Abfall- und Giftstoffe abtransportiert. Die Lymphknoten, die sich beispielsweise im Hals oder in der Achselhöhle befinden, dienen als Sammelstelle. Hier wird unser Blut gereinigt und gefiltert. Bakterien, Krebszellen und andere Infektionserreger werden durch diesen Filterungsprozess daran gehindert, ins Blut zu gelangen und sich über den gesamten Kreislauf auszubreiten. Deshalb ist es so wichtig, dass die Lymphzirkulation nicht unterbrochen wird.

Gesund mit der manuellen Lymphdrainage

Sind zum Beispiel die Lymphknoten geschwollen, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Lymphflüssigkeit gestaut hat. Die Manuelle Lymphdrainage verspricht Abhilfe. Durch die sanfte Massagebewegungen können die Schwellungen aufgelöst werden. Angestaute Flüssigkeit verteilt sich wieder gleichmäßig. Über die Lymphkanäle wird der Körper dabei von Stoffwechselabbauprodukten befreit, was auch eine Stärkung des Immunsystems zur Folge hat. Angewandt wird die Manuelle Lymphdrainage bei venösen und lympathischen Staus in den Beinen, zum Beispiel nach einer Krampfadern-Operation. Bei Hautleiden, Narbenkorrekturen in der plastischen Chirurgie, bei Verbrennungen und geschwächtem Immunsystem wird diese Massageform ebenfalls gerne eingesetzt. Auch ist sie ein fester Bestandteil in der Krebsnachsorge. Lymphödeme, das sind Flüssigkeits- und Eiweißansammlungen, werden abgebaut.

Axinja Feis