Heilkräuterlexikon
Hagebutte
Schöne Wilde
Die Rose gilt als edelste unter den Blumen und als Symbol der Liebe – jedenfalls, wenn sie rot ist. Ähnlich groß wie die Vielzahl der gezüchteten Formen ist die der wild wachsenden Rosen. Hagebutten werden landläufig als die Früchte der wilden Rosen bezeichnet, was allerdings nicht so ganz stimmt. Die Hagebutten sind nämlich Scheinfrüchte, das bedeutet, das Innere, also die harten Nüsschen, sind die eigentlichen Früchte.
Zarte Blütenpracht/
Das Wort Hagebutte leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen ab: Hagen bedeutet soviel wie Dornenstrauch und Butte meint die Frucht der Heckenrosen. Man findet Heckenrosen an Waldrändern oder Büschen. Wenn es auf den Sommer zugeht, leuchten ihre hellen, rosa Blüten. Die Sträucher wachsen auf lockeren Böden und können mehrere Meter hoch werden.
Rosige Vitaminbombe
Ebenfalls seit langem bekannt ist die Heilwirkung der Hagebutte. Neben B-Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Fruchtsäuren, begründet eine geballte Ladung Vitamin C ihren Ruf als wirkungsvoller Helfer fürs Immunsystem. In ihr steckt 20-mal mehr Vitamin C als in Zitronen. Das macht die „Rosenfrüchte“ so wertvoll als Erkältungsmittel. Ein wohlschmeckender Tee aus Hagebutten kann bei einer Triefnase Wunder wirken. Leckere Marmelade und Likör sind ebenfalls Klassiker unter den vielen Hagebutten-Rezepten. Doch zuvor müssen sie erst einmal gesammelt werden! Und genau jetzt ist die ideale Zeit dafür. Reif sind sie, wenn sie bereits ein wenig weich sind und sich problemlos vom Strauch ablösen lassen. Lassen Sie sich ruhig Zeit, bis die ersten kalten Tage gekommen sind. Denn dann lassen sich Hagebutten einfacher pflücken, und süßer sind sie außerdem!