Wellness-ABC

Fünf Tibeter

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Kennen Sie die Fünf Tibeter? Dabei handelt es sich nicht etwa um fünf Mönche, die mit tibetanischen Beschwörungsritualen Körper und Geist in Schwung bringen, sondern um eine besondere Übungsreihe, die sowohl tiefe Entspannung als auch körperliche Fitness fördern. Die Fünf Tibeter bestehen aus fünf einzelnen, sich ergänzenden Bewegungsabläufen. „Erfunden” wurden sie in den alten Mönchsklöstern des tibetanischen Himalaja. Tatsächlich gehören sie zu den ältesten überlieferten Methoden Asiens — immerhin sind sie schon rund 2000 Jahre alt. Mit den fünf Energie–übungen regenerieren Sie Ihre körperlichen und Ihre seelisch-geistigen Kräfte. Sie laden gewissermaßen Ihre „Batterien” wieder auf. Die Fünf Tibeter eignen sich auch für Menschen, die keinen Sport treiben und sich wenig bewegen.

Die Wirkung der Riten

Die fünf Übungen sind eigentlich mehr als Übungen. Die tibetischen Mönche sprechen denn auch von den fünf Riten. Der erste Tibeter-Ritus wird mit einer einfachen und ungezwungenen Drehbewegung um die eigene Achse eingeleitet, wie man sie bei kleinen Kindern beobachten kann. Er soll die körperliche und geistige Beweglichkeit steigern. Doch Vorsicht: Um am Anfang einen Schwindelanfall zu vermeiden, sollten Sie das Drehen auf drei Wiederholungen beschränken. Der zweite Tibeter ähnelt der gymnastischen Übung „Kerze“. Auf dem Rücken liegend werden die Beine senkrecht angehoben, dabei bleiben die Arme und Hände flach auf dem Boden liegen. Dieser Teil stärkt insbesondere die Bauch- und Rückenmuskulatur. Der nächste Ritus ist ideal, um sich auf seelisch-geistiger Ebene auf seine Lebensziele zu konzentrieren. Dazu knien Sie mit aufrechtem Oberkörper auf dem Boden, wobei die Zehen aufgestellt sind. Gleichzeitig wird der Rücken leicht nach hinten gedehnt. Die vierte Übung sieht aus wie eine menschliche Brücke und soll die Verdauung anregen und die Muskulatur kräftigen. Die körperliche Haltung des fünften Tibeters könnte man mit einem umgedrehten V vergleichen, wobei Sie mit den Händen den Boden erreichen müssen. Die Wirkung: Energie in allen Körperzonen.

Die Chakren reinigen

Die Fünf Tibeter sollen außerdem einen positiven Einfluss auf die Chakren haben. Der Begriff „Chakra” stammt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet so viel wie Rad. Nach der Chakren-Lehre befinden sich im menschlichen Körper sieben so genannte Energiewirbel, die sieben endokrinen Drüsen wie Hypophyse, Bauchspeicheldrüse etc. entsprechen. Diese Energiewirbel drehen sich, deshalb ihre Bezeichnung. Sie befinden sich aber nicht im Körper, sondern liegen auf dem „Ätherkörper”. Wenn sich alle Chakren gleich schnell bewegen, dann ist der Mensch ausgeglichen und gesund. Die Verlangsamung der Bewegung signalisiert den Alterungsprozess und den Verlust der physischen Vitalität. Fazit: Ausgeglichenheit, Vitalität, spirituelles Wachstum und ein Anti-Aging-Effekt — auch wenn die alten Mönche den Begriff damals noch nicht gekannt haben.

Marcus Keil